Sebastian Suerbaum von der Medizinischen Hochschule Hannover hat den Eva und Klaus Grohe-Preis erhalten, eine der wichtigsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Infektionsforschung in Deutschland. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 20 000 Euro dotiert. Die Jury würdigte die Arbeiten des 45-jährigen Mikrobiologen über das Magenbakterium Helicobacter pylori, das Krebs auslösen kann. Suerbaum fand mit seinem Team unter anderem heraus, das sich H. pylori im Magen an der Säurekonzentration der Schleimhaut orientiert, um sich genau da anzusiedeln, wo die idealen Lebensbedingungen für ihn herrschen. Aufgrund von Suerbaums Erkenntnissen ist es möglich, Medikamente zu entwickeln, die das chemische System des Bakteriums stören.





