All das wird eingebunden in einfühlsam gezeichnete Genrebilder der Gesellschaft, der hauptstädtischen Lebensräume und des architektonischen Ambientes. Dass sich am Ende Caesar und dann Oktavian durchsetzten, erscheint als Ergebnis persönlicher Zähigkeit, situativen Glücks und der Kunst des kalkulierten Risikos; es ist aber auch ein fast logischer Endpunkt eines politischen Systems, das dem kaltblütigen Ehrgeiz des Einzelnen immer weniger Grenzen zu setzen vermochte, weil es diesen Ehrgeiz als eine der höchsten Tugenden pries. Das Buch ist so auch ein historisches Lehrstück über den Willen des Menschen, für den Erfolg rücksichtslos alles auf eine Karte zu setzen. Der Rubikon Caesars ist der Rubikon der Geschichte und der Gegenwart.
Rezension: Prof. Dr. Raimund Schulz




