Bis heute sind die Namen einiger römischer Kaiser allgemein bekannt: Man denke etwa an den „wahnsinnigen“ Caligula, Nero oder den Philosophen Mark Aurel. Die Althistoriker Kay Ehling und Saskia Kerschbaum bieten mit ihrem reich bebilderten Band einer breiten Öffentlichkeit einen Einblick in das römische Kaiseramt und diejenigen, die es übernahmen. Ausgewiesene Historikerinnen und Historiker berichten in 24 (nicht 25, wie der Titel behauptet) Biographien über die jeweiligen Amtsträger und ihre Lebenswelt. Eingerahmt werden diese Darstellungen durch einen Aufsatz zur Genese des Kaisertums sowie einen Beitrag über die Apotheose der Kaiser.
Das Vorwort der Herausgeber schweigt sich darüber aus, warum gerade diese 24 Kaiser vorgestellt werden und nicht etwa andere. Darunter finden sich aber die eingangs Genannten ebenso wie einer breiten Öffentlichkeit wohl eher unbekannte Kaiser wie Elagabal oder Gordian III. Wen das nicht stört, der erfährt in gut lesbaren Beiträgen und durch ausführlich kommentierte Abbildungen von Münzen, Ausgrabungsstätten oder Kunstwerken viel über die Welt der Römer. Wer also mithilfe eines schön gestalteten Buches einen ersten Einstieg in das römische Kaisertum sucht, wird hier fündig.
Rezension: Dr. Sebastian Rojek
Kay Ehling/Saskia Kerschbaum (Hrsg.)
Die Kaiser Roms
Von Augustus bis Justinian. 25 Biografien
Verlag wbg Theiss/Herder, Freiburg im Breisgau 2025, 256 Seiten, € 42,–




