Das ungewöhnliche Verhältnis von Größe und Masse bei HAT-P-1 sei zum Teil auf die extreme Nähe des Planeten zu seinem Mutterstern zurückzuführen, berichten die Forscher. HAT-P-1 gehört zu einem Doppelsternsystem namens ADS 16402 im Sternbild Eidechse und umkreist den einen der beiden Sterne in einem Abstand, der nur ein zwanzigstel der Strecke zwischen Erde und Sonne beträgt. Die Hitze des Sterns sorge dafür, dass sich der Planet aufblähe, die so Wissenschaftler. Allerdings kann diese Energie die ungewöhnliche Größe des Planeten nicht vollständig erklären. Es muss daher nach Ansicht der Astronomen entweder noch eine Wärmequelle im Inneren des Gasballes geben oder der Planet wird zusätzlich von außen mit weiterer Energie versorgt.
HAT-P-1 steht mit seiner ungewöhnlich niedrigen Dichte nicht alleine da: Bereits 1999 wurde mit HD 209458b ein Planet außerhalb des Sonnensystems entdeckt, der um zwanzig Prozent größer und damit auch leichter war als die theoretischen Berechnungen vorhergesagt hatten. Es könne daher sein, dass es sich bei den geschwollenen Planeten um eine völlig neue Klasse von Himmelskörpern handelt, glaubt Studienleiter Gaspar Bakos. Da von den bislang lediglich elf über die Transitmethode entdeckten Planeten schon zwei die ungewöhnlich niedrige Dichte aufweisen, könnte es sich dabei sogar um ein sehr verbreitetes Phänomen handeln.




