Einen neuen Ansatz für die Therapie von Osteoporose haben Forscher um Kurt Redlich von der Universität Wien gefunden: die Blockierung eines speziellen Rezeptors. Bei Osteoporose kommt es zu einem massiven Knochenabbau, der oft schwere Frakturen zur Folge hat. Betroffen sind vor allem Frauen über 50 Jahre. Verursacht wird die Krankheit durch überaktive knochenabbauende Zellen, die Osteoklasten. Redlich fand mit seinem Team im Tierversuch heraus, dass diese Osteoklasten den Knochenfraß stark einschränken, wenn ihnen der Chemokinrezeptor 2 fehlt. Gleichzeitig führte das Fehlen des Signaleiweißes zu einer Erhöhung der Knochenmasse.
Redlich denkt, dass auf der Basis dieser Erkenntnisse Medikamente entwickelt werden können, die den Chemokinrezeptor 2 abschalten. Er warnt aber vor zu großen Hoffnungen, zumal es noch Jahre dauern würde, bis eine solche Therapie zum Einsatz käme.





