Kamber widmet sich zunächst der vorreformatorischen Kritik an der Kirche und an der Verwendung des Zehnten. Danach stellt er heraus, wie stark die Bauern sich die reformatorischen Ansichten Zwinglis zu eigen machten und mit ihrer Verweigerung der Zehntzahlung umfassende Reformen des Zürcher Rats anstießen.
In der Bilderfrage trennten sich dann 1523 die Wege der Protagonisten: Während Zwingli und der Rat eine endgültige theologische Klärung abwarten wollten, stürmten die Eiferer auf dem Land die Kirchen und zerstörten Bilder und Heiligenfiguren, für sie Zeugnisse eines abergläubischen „Götzendienstes“. Eine weitere Radikalisierung der Bauern brachte das Jahr 1524: Sie formulierten Artikelbriefe, lehnten die Leibeigenschaft ab und stürmten mehrere Klöster.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




