Die internationale Raumstation ISS sucht kommerzielle Nutzer. Als Schritt zu der erhofften breiten Akzeptanz in der Wirtschaft wird ihr gesamtes industrielles Verwendungsspektrum weltweit erstmals in Berlin vom 5. bis zum 7. Juni vorgestellt. Damit soll ein Schlussstrich unter die Auffassung gezogen werden, “dass wir kein Nutzungskonzept für die Raumstation haben”, sagte Karl Knott von der Europäischen Weltraumorganisation ESA am Montag in Berlin.
Das bisher größte Forschungs- und Technologiezentrum im All hatte vor wenigen Tagen durch den amerikanischen Weltraumtouristen Dennis Tito Schlagzeilen gemacht. An der Station, die 2006 fertig gestellt sein soll, sind 15 Nationen beteiligt.
Die Raumstation wird 10 bis 15 Jahre für die Grundlagenforschung, angewandte Forschung und industriell-kommerzielle Nutzung zur Verfügung stehen. Die Wirtschaft soll für ihre Experimente vor allem die dauernde Schwerelosigkeit locken, die bei Kurzzeit-Missionen mit dem Space Shuttle oder Parabelflügen nicht zu erreichen ist.
dpa





