Ein Schnitt bei der morgendlichen Rasur hat oft lästige Folgen: Die Wunde hört nicht auf zu bluten. Als dem amerikanischen Forscher Frank Hursey vor zehn Jahren wieder einmal dieses Missgeschick widerfuhr, kam er auf die Idee, die ärgerlichen Blutungen mithilfe von Absorptionsmaterialien zu unterbinden. Das US-Militär griff den Gedanken auf und ließ von dem Unternehmen Z-Medica in Connecticut „QuickClot” entwickeln – ein Pulver, das selbst schwere Blutungen innerhalb von Sekunden stoppen soll. Das Granulat wird auf die Verletzung aufgetragen, wo es die flüssigen Blutanteile aufsaugt, so dass der Rest schnell verklumpen kann. Die genaue Zusammensetzung des Pulvers ist geheim. Es hat aber nach Angaben der Entwickler keine Nebenwirkungen und wurde bereits von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zugelassen. QuickClot wird zunächst nur für militärische Zwecke hergestellt, soll aber auch für private Haushalte in den Handel kommen. 100 Gramm werden dann etwa 20 Dollar kosten.
Hans Groth





