von JÜRGEN BRATER
Als der britische Bakteriologe Alexander Fleming im September 1928 nach dem Sommerurlaub wieder sein Labor betrat, erschrak er. Eine vor den Ferien angelegte Kolonie des Bakteriums Staphylokokkus aureus war von einer grünlich glänzenden Schicht überzogen, alle Mikroben waren tot. Offensichtlich war die von winzigen Schimmelpilzen der Gattung Penicillium ausgeschiedene Substanz in der Lage, Bakterien den Garaus zu machen. Das war nicht nur die Geburtsstunde des Penicillins und damit des ersten Antibiotikums, sondern auch eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts überhaupt.





