Von 800 v. Chr. bis ins 21. Jahr?hundert, vom antiken Israel bis ins krisengeschüttelte Serbien unserer Tage reicht die Spanne der 28 Fallbeispiele, in denen uns viele bekannte (etwa Caesar, Becket, Wallenstein, Gandhi) und manch weniger bekannte Opfer mörderischer Anschläge (Odaenathus von Palmyra, Mazdak, Knut Laward) begegnen. Aus allen Beiträgen, so unterschiedlicher Qualität sie auch sind, tritt ein Grundmuster hervor: der Wille, politische Konflikte durch eine individuelle Gewalttat lösen zu wollen, wobei die ungewollten Wirkungen der Tat oft verblüffen. Und kann einen bei den fernen Attentaten auf Staatsmänner, die als übermächtig oder als Hindernis auf dem Weg zur Macht empfunden wurden, noch ein gemütliches Gruseln ankommen wie bei einem guten Krimi, so verliert sich dies schlagartig, wenn uns die neuesten Beispiele auf den Leib rücken.
Rezension: Talkenberger, Heike




