Scheinmedikamente (Placebos) helfen gegen Depressionen – das ist keine Einbildung, wie Wissenschaftler der Universität von Kalifornien jetzt entdeckt haben. Sie wiesen nach, dass Placebos den Stoffwechsel im Gehirn beeinflussen. Bei depressiven Patienten, die positiv auf die Scheinmedikamente reagierten, war ein bestimmtes Areal der Großhirnrinde – der präfrontale Cortex – besser durchblutet als vor der Studie. Keine veränderte Hirnaktivität fanden die Ärzte bei Patienten, bei denen weder das Placebo noch der echte Wirkstoff erfolgreich war. Vermutlich beruhen 50 bis 75 Prozent der Wirkung von Antidepressiva auf dem Placebo-Effekt.
Thomas Wilke





