Pilze zum Essen, in Medikamenten oder als Baumaterial für Häuser auf dem Mars – was zum Teil nach Fiktion klingt, ist tatsächlich Gegenstand aktueller Forschung. In der Ausstellung des Nobel Prize Museums “Fungi – In Art and Science” stehen Kunstwerke und Forschungsprojekte Seite an Seite und laden die Besucher ein, in die faszinierend vielfältige Welt der Pilze einzutauchen.
Nachhaltiges Bauen mit Pilzmyzel
Doch nicht nur die entstehenden Stoffe können nützlich sein. Auch für das Myzel der Pilze – ihre fadenförmigen Zellen – gibt es Verwendungsmöglichkeiten: Ein Team um Vera Meyer, Professorin für Mikrobiologie an der Technischen Universität Berlin, untersucht, inwieweit sich das verflochtene Myzel als Baumaterial verwenden lässt. Es soll zum Beispiel als Dämmstoff dienen und feuerhemmend sein – außerdem zu 100 Prozent recyclebar. Die Hoffnung ist, dass sich das Myzel bei Schäden sogar selbst repariert.
Auch am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) erforschen Biotechnologen, für welche Materialien Pilze eine klimafreundliche Alternative sein könnten. Zurzeit arbeiten die Fraunhofer-Forscher an Verpackungen aus Myzel und einer tierfreien Lederalternative.





