Die künstliche Intelligenz macht rapide Fortschritte, KI-Modelle und KI-Agenten können immer mehr Aufgaben übernehmen und selbstständig abarbeiten. GPT, Gemini, Claude und Co können nicht mehr nur Texte, Bilder, Videos oder Computercode erzeugen, sondern auch Prozesse planen, Strukturen optimieren und selbst komplexere Probleme lösen. Das hat allerdings seien Preis: Je leistungsfähiger die großen KI-Modelle werden, desto mehr Rechenkapazität benötigen sie. Hochleistungsprozessoren werden sowohl für das Training als auch für den laufenden Betrieb benötigt.

„KI ist nicht einfach nur Code“
„KI ist nicht einfach nur Code, sie umfasst auch physikalische Infrastruktur und Lieferketten, darunter Rechenzentren, Chips, Elektrizität, Kühlsysteme, Wasser, Flächennutzung, kritische Rohstoffe und schließlich auch Elektroschrott“, konstatieren Miriam Aczel vom Institut für Wasser, Umwelt und Gesundheit der United Nations University (UNU-INWEH) und ihre Kollegen. Wenn es um die potenziellen Umweltfolgen des KI-Booms geht, standen bisher meist der Stromverbrauch und die CO2-Emissionen im Fokus.
In ihrem neuen Bericht betrachtet das Forschungsteam nun auch weitere Konsequenzen der zunehmenden KI-Nutzung, darunter den Wasser-Fußabdruck, den Flächenverbrauch, die Ungleichverteilung der KI-Ressourcen und das Problem der Elektroschrott-Entsorgung. „Dieser Bericht ist kein Plädoyer gegen die künstliche Intelligenz – eine technologische Transformation, die das Leben von Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt verbessert“, betont Projektleiter Kaveh Madani, Direktor des UNU-INWEH.
„Es ist ein Appell, diese Technologie verantwortungsvoll einzusetzen und ihren unbeabsichtigten Auswirkungen proaktiv zu begegnen, um sie nachhaltig und gerecht zu gestalten“, so Madani. Angesichts des rasanten Wachstums der KI-Branche bleibe nur ein enges Zeitfenster, um eine nachhaltige, die planetaren Grenzen einhaltende Entwicklung zu gewährleisten.






