Siegreich in Amerika
Die Freude an der Technik hat Uwe Treske von seinem Großvater geerbt. Mit ihm hat der heute 18-Jährige als Kind an defekten Fernsehern geschraubt. Seinen sensationellen Erfolg bei der Intel International Science and Engineering Fair (ISEF) – der weltweit größten Wissenschaftsmesse für Schüler, die von dem Chiphersteller Intel als Hauptsponsor mit rund drei Millionen Dollar jährlich gefördert wird – verdankt er einer genialen Idee. Mit einem selbst gebauten Rastertunnelmikroskop, das winzige Strukturen analysiert und beschriftet, überzeugte er im Mai dieses Jahres die Jury in Portland (Oregon) und belegte Platz 1.
Professionelle Rastertunnelmikroskope kosten über eine Million Euro. Uwe Treske genügte hingegen ein Heimwerkerbudget von knapp 60 Euro. Fünf Monate lang bastelte er in seiner Freizeit an dem Hightech-Gerät. Manchmal musste eine Stunde Schlaf genügen, bevor es morgens wieder zur Schule im sachsen-anhaltinischen Gräfenhainichen ging. Als sich das Paul- Gerhard-Gymnasium im Februar 2003 am Regionalwettbewerb von „Jugend forscht” in Bitterfeld beteiligte, begann Uwe Treskes Siegeszug Richtung Amerika: Erster Platz in Bitterfeld, Gewinner des Landeswettbewerbs in Halle, erfolgreich bei der Bundesausscheidung in Ludwigshafen, ungeschlagen beim Europawettbewerb in Ungarn. Dann kam die Einladung in die USA: nach Portland – zusammen mit über 1200 Mitbewerbern aus mehr als 40 Ländern.
„Es ging zu wie in einem Pferdestall”, erzählt Uwe Treske, „ jeder hatte seine eigene Box.” Der deutsche Nachwuchsforscher heimste im Bereich Physik gleich sieben Preise ein – darunter ein Hochschulstipendium im Wert von 50 000 US-Dollar.





