Die Forscher entdeckten in Pflanzenproben lediglich geringe DNA-Schäden, die innerhalb eines Tages heilten. Die Pflanzen schützen sich, indem sie sehr rasch ein Art natürlichen Sonnenschutz aufstellen, glauben die Wissenschaftler. Kevin Newsham vom British Antarctic Survey entdeckte, dass Lebermoose innerhalb von 24 Stunden große Mengen an Sonnenschutz-Pigmenten und Carotinoiden herstellen konnten. Diese Stoffe blockieren UV-Strahlung und binden schädliche freie Sauerstoff-Radikale.
Eine andere Theorie geht davon aus, dass sich die Vegetation in der Antarktis innerhalb der letzten 25 Jahre an das Ozonloch anpasste. Pflanzen, die mit den geänderten Bedingungen nicht zurecht kamen, haben wahrscheinlich nicht überlebt.
Wie US-Forscher herausfanden, kann sich die Meeresvegetation in der Antarktis offenbar weniger gut gegen die Strahlung schützen. Patrick Neale vom Smithsonian Environmental Research Center stellte fest, dass die Photosynthese bei Phytoplankton unter dem starken UV-Licht leidet.
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