Menschen interagieren stets mit den Objekten ihrer Umwelt ausgehend von den jeweiligen Bedeutungen, die diese für sie haben. Diese Bedeutungen entstehen ihrerseits wiederum aus Interaktionen mit anderen Menschen und Objekten. Dabei ist es wichtig, zu erwähnen, dass diese Bedeutungen immerfort angepasst und verändert werden – je nachdem welche Einflüsse von außen auf den Handelnden einwirken. Das heißt, jedes Individuum baut eine Beziehung zu sich und seiner Umwelt – wie zum Beispiel auch zu seiner Wohnung – auf und stattet diese mit unterschiedlichen Bedeutungen bzw. Symbolen aus. Diese Symbole können positive sowie negative Empfindungen in uns hervorrufen. Wenn Sie sich also in Ihrer Wohnung umschauen und zahlreiche Emotionen in Ihnen um die Wette streiten, dann liegt das an den verschiedensten Symbolen, die Sie in Ihre sämtlichen Gegenstände gepackt haben. Sich mit dem Thema „ Wohnpsychologie” zu befassen, kann helfen zu verstehen, von welchen Faktoren das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden beeinflusst wird. Diese theoretische Vorarbeit ist der erste Schritt zum erfolgreichen Ausmisten zu Hause.
Die Schwierigkeit des Loslassen
Der Prozess des Ausmistens und damit auch des Loslassens tangiert emotionale Themen wie zum Beispiel den persönlichen Umgang mit Veränderungen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, daher fällt es ihm generell schwer, loszulassen – sei es von Erlebnissen, von Gedanken oder im schlimmsten Falle auch von Menschen. Das liegt daran, dass das Festhalten von einzelnen Bestandteilen unserer Umwelt uns das Gefühl von Sicherheit suggeriert. Wichtig ist dabei, dass Sie sich klarmachen, dass Sie durch Ihr Aufräumen von ungebrauchten Gegenständen nichts verlieren! Schließlich bleiben Ihnen nicht nur die Erinnerungen, sondern auch die Effekte, die diese Sachen auf Ihre Persönlichkeit haben. Merken Sie sich daher: In Ihnen schlummert stets ein Teil Ihrer Vergangenheit! Fangen Sie also heute noch mit dem Ausmisten an und machen Sie endlich Platz für Neues und Schönes in Ihrem Leben!
Die richtige Vorgehnsweise
Am Diebesten nehmen Sie sich 3 Kisten: In die erste Kiste packen Sie nur die Dinge, die Sie behalten wollen, in die zweite alle Sachen zum Wegschmeißen und die Habseligkeiten in der dritten können Sie weggeben. Dann geht’s ans Sortieren. Seien Sie konsequent! Es lohnt sich. Kämpfen Sie sich Meter für Meter und von Ecke zu Ecke vor. Wenn Sie es richtig machen (und es konsequent durchziehen), steht am Ende des Tages theoretisch nur noch ein Drittel Ihres Gerümpels herum. In besonders kniffligen Fällen können Sie von besonders lieb gewonnenem Krimskrams immer noch Bilder zur Erinnerung machen.





