Ob jemand Übergewicht hat, ermitteln Ernährungsmediziner durch den Body-Mass-Index (BMI). Er lässt sich durch folgende Formel berechnen: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Meter zum Quadrat. So hat zum Beispiel ein 1,70 Meter großer Mensch mit einem Gewicht von 72 Kilogramm einen BMI von 25.
Ein BMI unter 20 bedeutet untergewichtig, über 25 leicht übergewichtig, über 30 stark übergewichtig und über 40 krankhaft übergewichtig. Bei einem BMI von 40 wiegt ein 1,70 Meter großer Mensch fast 113 Kilo.
Neue epidemiologische Studien haben gezeigt, dass mit zunehmendem Gewicht das Risiko vor allem für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zunimmt. Das gilt vor allem für einen BMI über 40. Das heißt aber nicht, dass ein dicker Mensch automatisch krank ist – er hat nur ein höheres Risiko zu erkranken. Bewegung wirkt den durch Übergewicht drohenden Gefahren entgegen. Mehrere Untersuchungen, unter anderem an deutschen Bauarbeitern, zeigten, dass fitte Dicke statistisch gesehen sogar gesunder sind als träge Dünne.
Die BMI-Einteilung in Dicke und Dünne gilt nur für „normale” Erwachsene und nicht für Leistungssportler – Muskeln sind schwerer als Fett –, Schwangere und Kinder. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind zu dick ist, probieren Sie keine Diät oder eines der vielen in der Werbung angebotenen Wundermittel an ihm aus, sondern fragen Sie einen Ernährungsmediziner um Rat.





