Das ungebremste weltweite Wachstum des Individualverkehrs droht Effizienzsteigerungen zu kompensieren und zeigt, dass wir global von einer nachhaltigen Mobilität noch weit entfernt sind. In der Vergangenheit wurden die Autos von Modellwechsel zu Modellwechsel meist schwerer und neutralisierten so Fortschritte in der Motorentechnologie. 730 Kilogramm wog der Käfer, Baujahr 1955, und verbrauchte 7,5 Liter Sprit auf 100 Kilometern. Der New Beetle von 2005 war 1200 Kilogramm schwer mit einem Verbrauch von 7,1 Litern. Auch ansonsten vereitelt der „Fortschritt” Effizienzstrategien: Zwar nimmt der Raumwärmebedarf pro Quadratmeter Wohnfläche in Deutschland seit Jahrzehnten ab (Grafik). Doch die Wohnfläche pro Kopf steigt so rapide, dass der Energiebedarf auf hohem Niveau verharrt, wie das Wuppertal Institut 2006 in einer Studie zeigte.





