Immer mehr Angehörige schwer nierenkranker Menschen lassen sich eine ihrer Nieren für den Kranken entnehmen: 1996 wurden 129 Nieren von lebenden Spendern übertragen, 1998 schon 381. Bislang entnehmen die Chirurgen die Niere in offener Bauchoperation. Narben und starke Schmerzen sind die Folgen. Jetzt erproben Ärzte an mehreren deutschen Kliniken die Nierenentnahme mit Hilfe kleiner Hautschnitte, durch die Instrumente und eine Kamera eingeführt werden.
Die Operation ist für den Spender schmerzärmer, die Narben sind kleiner, und die Spender können die Klinik schneller verlassen. Dr. Manfred Wiesel von der Chirurgischen Klinik der Universität Heidelberg warnt aber: “Der Eingriff ist technisch anspruchsvoll und sollte nur von Ärzten gemacht werden, die viel Erfahrung haben.”
Nicola Siegmund-Schultze





