In den ersten beiden Monaten des Jahres 2001 kamen bei Erdbeben schätzungsweise 35.000 Menschen ums Leben. Der Durchschnitt liegt bei 10.000 Erdbebentoten pro Jahr. Indes hat die Häufigkeit von Erdbeben nicht zugenommen. Das berichtet das Nationale Erbeben-Informationszentrum (NEIC) des U.S. Geological Survey.
Zwar sind in den ersten beiden Monaten dieses Jahres mehr Menschen durch Erdbeben ums Leben gekommen als in den letzten 24 Monaten zusammengenommen, aber die durchschnittliche Erdbebenzahl pro Monat ist ungefähr gleich geblieben, sagt Waverly Person, der Chefwissenschaftler des NEIC.
In den ersten beiden Monaten des vorigen Jahres gab es weltweit elf Erdbeben mit einer Magnitude (Stärke) von 6,5 oder mehr auf der Richter-Skala. Diese elf Erdbeben forderten zusammen acht Todesopfer. Insgesamt starben im vorigen Jahr 225 Menschen durch Erdbeben.
Im Januar und Februar diesen Jahres gab es neun Erdbeben mit einer Stärke ab 6,5. Aber allein das Erbbeben in Indien am 26. Januar forderte mit der Stärke 7,7 rund 30.000 bis 40.000 Tote. Das Erdbeben in El Salvador am 13. Januar hatte eine Stärke von 7,6. Einschließlich der Nachbeben starben in El Salvador etwa 1.170 Menschen. Bei dem Beben in Seattle am 28. Februar kamen dank erdbebensicherer Bauweise keine Menschen ums Leben. Dieses Beben hatte eine Stärke von 6,8.
“Die Zahl der Erdbebentoten schwankt von Jahr zu Jahr erheblich”, sagt Person. “Das Jahr 1976 war das schlimmste des zwanzigsten Jahrhunderts. Das Erdbeben in China tötete damals mindestens 255.000 Menschen, möglicherweise waren es sogar mehr als 600.000.”
Axel Tillemans





