Mit viel Pathos beschreiben die Autoren den Wandel Manhattans und der umliegenden Inseln zu einem kosmopolitischen Schmelztiegel der Kulturen mit einer nationalen, ethnischen und religiösen Vielfalt, die ihresgleichen sucht.
Die zum Teil unkritische Betrachtungsweise der historischen Entwicklung des “Big Apple” handelt Ereignisse wie die Vertreibung der Indianer ebenso kurz ab wie die unrühmliche Epoche der Stadt als Umschlagsplatz des Sklavenhandels und konzentriert sich dagegen auf die Darstellung positiver Szenerien wie die Ernennung des ersten Präsidenten der USA in der “Federal Hall” New Yorks. Das Loblied auf die “Hauptstadt der Welt” läßt durch in den Text eingestreute Zitate Zeitgenossen wie etwa Walt Whitman oder George Gershwin zu Wort kommen, die ihre Ansichten über New York schildern; namhafte Wissenschaftler beenden jedes Kapitel mit einem Aufsatz über bedeutende Errungenschaften oder Persönlichkeiten der Stadtgeschichte wie etwa George Hamilton oder die “Harlem Renaissance”.
Ein Pluspunkt des Bildbandes sind die wunderschönen Fotografien, Zeichnungen, Drucke und Stadtpläne, die ein New York zum Leben erwecken, das sich weder von Krieg, Börsencrash oder Cholera unterkriegen ließ, sondern durch seine aufstrebende Skyline ein Symbol der Vitalität und Moderne wurde.
Rezension: Laser, Bettina




