Einen einfachen Test, um Blasenkrebs bereits im Frühstadium zu erkennen, haben Mediziner der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg vorgestellt. Das Team um Stephan Tauber wollte ein kostengünstiges Verfahren entwickeln, das standard- mäßig bei Vorsorgeuntersuchungen eingesetzt werden kann. Herkömmliche Tests sind dafür zu aufwendig und zu teuer. Bei ihren Forschungen stießen die Urologen und Pathologen auf das Gen „p16INK4a”, bei dem es sich um einen sogenannten Tumorsuppressor handelt. Es reguliert die Zellteilung, indem es dafür sorgt, dass genetisch veränderte Zellen absterben und sich nicht zu Krebsgeschwülsten entwickeln. Ist das Gen besonders aktiv, lässt sich das in Körperflüssigkeiten durch spezielle Färbungen leicht nachweisen.
Die Wissenschaftler führten bei 82 Blasenkrebs-Patienten Blasenspülungen durch und untersuchten anschließend die Spülflüssigkeit auf eine verstärkte Aktivität von p16INK4a. Es zeigte sich, dass der Test sehr zuverlässig ist und vor allem besonders aggressive Formen des Krebses schon sehr früh aufspürt. Und das ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Therapie.
An Blasenkrebs erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 25 000 Menschen, 6000 sterben daran. Männer sind dreimal so häufig betroffen wie Frauen, am meisten gefährdet sind ältere Raucher. Eines der ersten Symptome ist Blut im Urin.





