Zahnimplantate – das Problem
Alter und Krankheit:– Osteoporose kann auch die Kieferknochen treffen. Gleichzeitig wirken sich verschiedene Medikamente negativ auf die Knochendichte im Körper aus. Ein poröser, recht dünner Knochen hat deutlich mehr Probleme, fest mit dem Implantat zu verwachsen.
Fehlende Belastung: Leidet der Patient bereits über eine längere Zeit unter Zahnverlust, hat sich sein Kauverhalten geändert. Da einzelnen Zähnen das Gegenüber fehlt, wird der Kieferknochen nicht oder falsch belastet und zieht sich in der Folge zurück.
Prothesen: Auch übliche Zahnprothesen können zu einem veränderten Druckverhalten führen, woraufhin sich der Knochen abbaut.
Entzündungen: Nicht selten leiden Patienten schon eine Weile unter Zahnfleisch- oder Wurzelentzündungen, bevor sie deswegen zum Zahnarzt gehen. Gerade bei Angstpatienten ist das häufig der Fall. Die Entzündung kann aber auf den Knochen übergehen und ihn zerstören.Zahnärzte prüfen den Kieferknochen vor dem Einsetzen eines Implantats. Vielfach ist es notwendig, dass dieser auf die Operation vorbereitet und wieder neu aufgebaut wird. Das kann mit eigenem Knochen, beispielsweise aus der Hüfte, oder aber mit Ersatzmaterial geschehen. Und wenn der Knochen einmal aufgebaut ist, dann ist alles gut? Nein, denn häufig stellen Ärzte bei Kontrolluntersuchungen fest, dass sich der Knochen um das bereits eingesetzte und verwachsene Implantat abbaut. Die sogenannte Periimplantitis tritt auf – eine Entzündung, die das Gewebe rund um das Implantat betrifft.
Ursachen: Es gibt viele Gründe für den entzündlichen Knochenabbau. So kann ein mangelhafter Ursprungsknochen, aber auch die Über- oder Fehlbelastung des Implantats. Sollte das Implantat in einem falschen Winkel eingesetzt worden oder zu groß sein, kann die Erkrankung ebenso gefördert werden wie durch mangelhafte Mundhygiene und Rauchen.
Erkrankungen: Leidet der Patient unter bestimmten Krankheiten, tritt die Periimplantitis häufiger auf. Gerade bei Diabetes, HIV, Leukämie und Hepatitis scheint es eine größere Wahrscheinlichkeit zu geben.Des Weiteren leiden Krebspatienten nach einer erforderlichen Chemo- oder Strahlentherapie am Rückgang des Knochens rund um das Implantat.
Neue Ansätze der Medizin
Zahnärzte kennen diese Problematik und wissen, dass sich erst nach drei oder fünf Jahren nach dem Einsatz eines Implantats zeigt, ob es tatsächlich hält. Vielfach gibt es jedoch schon weit früher Schwierigkeiten und es ist unsicher, ob ein Zahnimplantat überhaupt eingesetzt werden kann. Als Lösung gibt es häufig nur einen Weg: der Knochenaufbau. Damit dieser gelingt, können Mediziner auf verschiedene Verfahren setzen: