Auch Dietmar Arnold und Reiner Janick greifen in ihrem Buch den Mythos auf und widerlegen ihn. Der Schwerpunkt der Dokumentation liegt klar auf der Zeit zwischen 1933 und 1945, in der die Reichskanzlei als Wohn- und Arbeitsstätte Hitlers in Berlin Zentrum der Macht war. Ein ganzes Kapitel befaßt sich auch mit dem Architekten Speer und seinen Legenden. Aber nicht Speer oder Hitler stehen im Vordergrund, sondern das Gelände und das Gebäude selbst und ihre wechselhafte Geschichte. So spannen die Autoren einen Bogen von der Entstehung des deutschen Regierungsviertels von 1734 bis in die jüngste Zeit und die gegenwärtige Bebauung und Nutzung des Geländes der ehemaligen Neuen Reichskanzlei und des im Garten angelegten „Führerbunkers”. In der unmittelbaren Nähe des Geländes wird ab dem 12. Mai 2005 das Denkmal für die ermordeten Juden Europas zu besichtigen sein, dem ebenfalls ein Kapitel gewidmet ist.
Rezension: Marohn, Mariel




