Studia humanitatis“ – so nannten die Gelehrten, die sich diesen Studien widmeten, die intensive Beschäftigung mit Grammatik und Rhetorik der lateinischen Sprache, Geschichtsschreibung, Moralphilosophie und Dichtung. Vorbilder bei allen diesen Tätigkeiten waren für sie die großen Autoren der römischen Antike, allen voran Cicero; griechische Texte traten als Modell und Anregung erst ein knappes Jahrhundert später hinzu. Aufgekommen war das intensiv erneuerte Interesse an der Kultur des Altertums schon im 14. Jahrhundert unter italienischen Gelehrten, die wie das erste Haupt der „Humanisten“, Francesco Petrarca, damit immer auch die Hoffnung auf einen politischen Wiederaufstieg ihres durch Kriege, Söldnerbanden und Pest-Epidemien verwüsteten Landes verbanden. …
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