Geologie
Das größte Massenaussterben im Lauf der Erdgeschichte fand am Ende des Perms statt, vor etwa 250 Millionen Jahren. Damals verschwanden in relativ kurzer Zeit rund 70 Prozent aller Lebewesen auf dem Land und über 90 Prozent im Meer – darunter die Trilobiten. Über die Ursachen der zugrunde liegenden Klimakatastrophe streiten sich Experten seit langem. Unter anderem wurden eine Eiszeit, Vulkanausbrüche und Schwankungen des Meeresspiegels diskutiert. Vor einigen Jahren fanden Geophysiker Indizien für einen verheerenden Meteoriteneinschlag. Diese Hypothese hat jetzt Asish Basu von der University of Rochester im US-Staat New York erhärtet. Er entdeckte 40 winzige Fragmente eines Meteoriten im 250 Millionen Jahre alten Antarktis-Gestein.
Die nur 400 Millionstel Meter kleinen Mikrometeoriten passen zu den so genannten CM-Chondriten, einer urtümlichen Meteoriten-Klasse. Basu nimmt an, dass es sich um Splitter eines auf der Erde eingeschlagenen Planetoiden oder Kometen handelt.
Hans Groth





