Ein neues Auto zu kaufen, ist für die Umwelt oft schädlicher, als mit dem alten Modell weiterzufahren. So lautet das Ergebnis einer Langzeitstudie des holländischen Verkehrsexperten Bert van Wee von der Universität Utrecht. Er hat erstmals die Energiebilanz eines Pkws erstellt – vom Prototyp auf dem Reißbrett bis zum Autofriedhof. Die Abgase der neueren Modelle enthalten zwar weniger Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen. Doch durch die Verschrottung der ausrangierten Autos und die Herstellung der Neuwagen entsteht viel Kohlendioxid, ein Treibhausgas. „Angesichts dieser CO2-Werte ist es aus Umweltgründen meist nicht ratsam umzusatteln”, betont van Wee. Anders sähe die Bilanz nur aus, wenn der Spritverbrauch des neuen Wagens drastisch reduziert wäre.
Rüdiger Vaas





