Der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung hat Silvia Arber von der Universität Basel (Bild) den Nationa-len Latsis-Preis 2003 verliehen. Mit 100000 Franken ist er einer der höchst dotierten Wissenschaftspreise der Schweiz. Die 35-jährige Neurobiologin wurde für ihre Arbeit über die Funktionsweise der neuronalen Schaltkreise im Rückenmark ausgezeichnet, die unter anderem für die Koordination von Bewegungen zuständig sind.
Arber fand heraus, dass die motorischen Nervenzellen auf Signale des Muskels angewiesen sind, um in ihr Zielgewebe – die Muskelfasern – hineinzuwachsen und sich im Rückenmark miteinander zu verknüpfen. Als Signale dienen spezielle Eiweiße, die in den Nervenzellen bestimmte Gene aktivieren. Diese sind zur vollständigen Entwicklung der Nervenzellen nötig. Arbers Forschungen lassen darauf schließen, dass die Nervenzellen nicht – wie bisher angenommen – komplett vorprogrammiert sind, sondern den Kontakt zum Zielgewebe brauchen, um sich richtig zu entwickeln. Forschen liegt bei Silvia Arber übrigens in der Familie. Vater Werner Arber erhielt 1978 den Nobelpreis für Medizin. „Er hat mir die Freude an der Wissenschaft vermittelt”, sagt sie.
Hans Groth





