Daniel Stahl hat sich in seinem lesenswerten Buch „Nazi-Jagd“ intensiv mit diesem Problemkreis befasst. Minutiös schildert er aber nicht nur die bekannte schleppende Verfolgung von Nazi-Verbrechern durch die Behörden der Bundesrepublik, sondern vor allem die Verhältnisse in den Diktaturen Südamerikas selbst. Erst als die Anwesenheit ehemaliger Nazi-Größen in Argentinien, Bolivien oder Paraguay selbst zu einem Problem wurde, erst als sich die massive Kritik in der Bevölkerung an den autoritären Regimen mit deren Duldung der Nazi-Täter verband, änderte sich wirklich etwas.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




