von ROMAN GOERGEN
In der Nähe der schottischen Kleinstadt West Calder überragen gewaltige rostrote Hügel die sonst tief liegende Landschaft in der Region West Lothian, dem historischen Bergbaugebiet zwischen Edinburgh und Glasgow. Diese künstlichen Halden aus den Rückständen der Ölschieferverarbeitung entstanden im 19. Jahrhundert, als in Zentralschottland Gestein auf über 500 Grad Celsius erhitzt wurde, um daraus Paraffin zu gewinnen. Übrig blieb verbranntes, nährstoffarmes Gestein – Millionen Tonnen davon, aufgeschüttet zu bizarren Hügelketten wie den „Five Sisters“ oder der Halde von Addiewell.





