Vor über 20 Jahren isolierten Wissenschaftler aus dem karibischen Feuerschwamm Tedania ignis die Substanz Tedanolid. Danach stellte sich heraus, dass der Naturstoff bereits in geringer Konzentration das Wachstum von Krebszellen hemmt und daher von großer Bedeutung für die Entwicklung von Krebsmedikamenten ist. Allerdings war Tedanolid auf natürlichem Wege nur sehr schwierig und in geringen Mengen zu gewinnen. Daher bemühten sich weltweit zahlreiche Arbeitsgruppen, den Stoff zu synthetisieren.
Diesen Forschungswettlauf haben jetzt Wissenschaftler der Universität Hannover um Markus Kalesse gewonnen. Dem Team gelang es, Tedanolid künstlich herzustellen. Dennoch ist der Weg zu einem wirksamen Krebsmedikament noch weit: Erfahrungsgemäß dauert es etwa 15 Jahre von der Synthetisierung einer Substanz bis zu ihrer pharmazeutischen Nutzung.





