
Zhang und sein Team machen sich die synthetischen Proteine, SpyCatcher und SpyTag, zunutze. Das ist von Relevanz, damit ein System geschaffen werden kann, mit dem sich die gewünschten Proteine problemlos an die Oberfläche der Nanopartikel binden lassen. Dabei ist SpyCatcher in die Oberfläche des Nanopartikels eingebettet, während SpyTag chemisch an ein Protein von Interesse gebunden ist, das kann ein Protein sein, dass gegen Tumore oder Viren gerichtet ist. Wenn diese nun in Kontakt kommen, binden sie sich aneinander und das gewünschte Protein kann mühelos an die Oberfläche der Nanopartikel gebunden werden.
Um das Konzept zu prüfen, testeten die Forschenden die Nanopartikel an Mäusen mit Eierstocktumoren. Die mit Docetaxel, einem Chemotherapeutikum, beladenen Nanopartikeln wurden den Mäusen alle drei Tage für insgesamt vier Injektionen intravenös verabreicht. Die Behandlung schlug an, unterdrückte das Tumorwachstum und verbesserte gleichzeitig die Überlebensrate. Bei den behandelten Mäusen betrug die mittlere Überlebenszeit 63 bis 71 Tage, während die unbehandelten Mäuse nur eine mittlere Überlebenszeit von 24 bis 29 Tagen aufwiesen.
Neben der Krebsbehandlung weisen die Forschenden auch auf weitere potenzielle Anwendungen dieser Technologie hin. Es bestehe auch die Möglichkeit Viren und biologische Toxine zu neutralisieren, indem ein Neutralisierungsmittel an die Oberfläche der modularen Nanopartikelbasis angebracht werde sowie die Möglichkeit Impfstoffe zu entwickeln, indem man ein Antigen auf der Oberfläche der Nanopartikel anbringe. Zhang ist überzeugt, die neue Technik öffne die Tür zu einer Vielzahl neuer therapeutischer Ansätze.





