Am 29. April wurde in Leipzig das neue Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) gegründet. Schon bald sollen sich dort bis zu 100 Mitarbeiter mit der Erforschung, Prüfung und Zulassung von neuen diagnostischen und therapeutischen Verfahren der regenerativen Medizin beschäftigen. Dabei geht es um chronische Entzündungen, Autoimmunerkrankungen sowie Tumore, Herz- und Gefäßerkrankungen und ihre Behandlung durch Gewebezüchtungen. Was das IZI auszeichnet und welche Chancen mit der regenerativen Medizin verknüpft sind, fragten wir den Leiter des IZI, Frank Emmrich.
Welche Ziele verfolgen Sie?
Wir wollen die Forschung im Bereich der Lebenswissenschaften und besonders der regenerativen Medizin in Deutschland stärken. Zurzeit beschäftigen sich lediglich 4 von insgesamt 60 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft mit diesem innovativen Forschungszweig.
Was kann regenerative Medizin bewirken?
Hauptaugenmerk liegt auf der Wiederherstellung funktionsgestörter Organe und Gewebe. Dies könnte durch die Stimulation körpereigener Reparaturprozesse oder durch den biologischen Ersatz gezüchteter Gewebe erfolgen.
Spielt die gestiegene Lebenserwartung der Menschen dabei eine Rolle?
Die regenerative Medizin ist die logische Antwort darauf. Denn im Alter treten vermehrt Erkrankungen auf, die durch klassische Therapien nicht mehr geheilt werden können. Diese Krankheiten müssen permanent behandelt werden. Dadurch wird allerdings das Immunsystem stark belastet. Es gibt Forscher, die sagen, das Immunsystem sei der limitierende Faktor für die Lebenslänge.





