Hans-Joachim Gehrke etwa fragt in seinem sehr lesenswerten Beitrag nach der Grundlage der enormen Faszination, die Alexander der Große auf Mit- und Nachwelt auszuüben vermochte. Er zeigt, wie Alexander, inspiriert durch die „Ilias“ des Homer und sein Heldenvorbild Achill, seinen eigenen Feldzug mit symbolischen Inszenierungen versah, die ihn in unmittelbaren Kontakt zu seinem Vorbild setzten. Alexander machte Geschichte, weil er, so Gehrkes These, durch sein unbedingtes Streben nach Weltherrschaft nicht nur seine Zeitgenossen zu übertreffen suchte, sondern sogar die größten mythischen Helden.
Der insgesamt ansprechend geschriebene Band bietet so spannende Perspektiven auf scheinbar vertraute historische Gestalten und lädt dazu ein, sich über die Licht- und Schattenseiten antiker „Helden“ und ihre Ausstrahlung Gedanken zu machen.
Rezension: Talkenberger, Heike




