Virologen befürchten, dass das bisher vor allem in Südostasien und Ostafrika verbreitete Chikungunya-Virus künftig auch Europa bedroht. Im Jahr 2005 waren bei einem Ausbruch der Infektionskrankheit fast 40 Prozent der Bevölkerung der französischen Überseeinsel La Réunion erkrankt. Sie litten an hohem Fieber und langwierigen Gelenkschmerzen. Statistisch überlebte einer von Tausend die Infektion nicht. Auslöser der Massenerkrankung war offensichtlich eine Mutation im Hüllprotein des Erregers. Sie führte dazu, dass sich das Virus in seinem Überträger, der Asiatischen Tigermücke, etwa 100 Mal besser vermehrt als zuvor. Da sich die Tigermücke auch in Südeuropa und Nordamerika ausbreitet, sind diese Teile der Welt durch das mutierte Virus in Gefahr.





