Wenn zwei oder mehr Menschen gemeinsam eine Tätigkeit ausüben, die präzise Koordination erfordert, synchronisieren sich offenbar ihre Gehirnströme. Das legt eine Studie nahe, die von Forschern um Ulman Lindenberger vom Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und Walter Gruber von der Universität Salzburg durchgeführt wurde. Die Wissenschaftler hatten acht Gitarrenduos aufgefordert, jeweils ein Jazzstück zu spielen und es bis zu 60 Mal zu wiederholen. Dabei wurden die Gehirnströme der Musiker aufgezeichnet. Es zeigte sich, dass sich die Hirnwellenmuster der beiden Gitarristen eines Duos beim Musizieren immer mehr anglichen. Die Synchronisation war über den mittigen Arealen des Stirnhirns besonders hoch. Die Forscher meinen, dass diese Regionen mit dafür verantwortlich sind, gemeinsame Handlungen von Menschen zu koordinieren.





