Dem römischen Autor Plinius d. Ä. (23/24 –79) erschien das Arsakidenreich als ein Ensemble von „Teilreichen“ (regna). Seine Beschreibung enthält einerseits die richtige Beobachtung, dass es im Partherreich „Fürstentümer“ gebe, die fiskalisch und militärisch an die Zentralgewalt gebunden seien, gleichzeitig aber ein hohes Maß an Autonomie genössen. Plinius verbindet diese Erkenntnis andererseits mit der problematischen Idee, dass die geschilderten speziellen Strukturen für die Schwäche des Reiches bzw. der Zentralgewalt ursächlich gewesen seien. Heute ist man sich in der Forschung dagegen relativ einig, dass man die Macht der Könige aus der Familie des Arsakes lange unterschätzt hat. …
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