Hätte es der von einem Pfeil tödlich getroffene Mann, den wir als „Ötzi“ kennen, noch rund 90 Meter weiter nach Norden geschafft, würde man seine weltberühmte Mumie heute wohl in Innsbruck bestaunen. Dorthin hatte man den am 19. September 1991 von zwei deutschen Wanderern entdeckten, im Eis fest‧gefrorenen Toten gebracht, und dort wurde er jahrelang ersten Untersuchungen unterzogen. Doch nach einer exakten Vermessung der Grenze und einem längeren Rechtsstreit stand fest: „Ötzi“ ist ein Südtiroler.
Am 16. Januar 1998 zog die Mumie um nach Bozen ins Südtiroler Archäologiemuseum in eine spezielle Klimakammer. Seit 2013 dreht sich in der dortigen Ausstellung alles um den „Mann aus dem Eis“, so die von der Südtiroler Landesregierung am 2. Juli 1997 festgelegte offizielle Bezeichnung. Der „österreichische“ Kosename „Ötzi“ (abgeleitet vom Tiroler Ötztal) wird aber auch in Südtirol verwendet. Der Begriff „Eismann“ ist laut Museum dagegen problematisch, da bereits ein Lieferservice für Tiefkühlkost so heiße. …
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