Nach Stuttgart ist die badische Metropole Karlsruhe heute mit über 300 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war das heutige Stadtgebiet, das sich zwischen Durlach, der alten Residenz der Markgrafschaft Baden-Durlach, im Osten und dem Rhein im Westen erstreckt, bewaldet und nur dünn besiedelt. Lediglich in der Residenzstadt Durlach, der damals mit Pforzheim größten Siedlung in der Markgrafschaft, lebten im Jahr 1701 mehr als 1800 Einwohner.
Bis 1709 regierte Markgraf Friedrich VII. Magnus über sein im deutschen Südwesten gelegenes Territorium mit rund 47 000 Bewohnern. Als er starb, übernahm sein Sohn Karl Wilhelm die Staatsgeschäfte und damit auch ein Land, das durch territoriale Zersplitterung geschwächt und durch Kriege und Hungersnöte bis an den Rand der Erschöpfung getrieben worden war. …
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Jacqueline Maltzahn-Redling




