Für seine neue Methode, Medikamente gezielt im Körper zum Einsatzort zu transportieren, ist Raffi Bekeredjian vom Universitätsklinikum Heidelberg mit dem BioFuture-Preis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 900 000 Euro dotiert und wird bereits zum sechsten Mal verliehen. Für die Behandlung schwerer Herzerkrankungen könnte das Verfahren des 32-jährigen Mediziners nach Meinung vieler Experten eine Revolution bedeuten: Winzige Gasbläschen, die in die Blutbahn injiziert werden, transportieren Arzneimittel direkt ins Herz. Dort werden die so genannten Microbubbles mit Ultraschall zerstört, sodass ihr Inhalt gezielt seine Wirkung entfalten kann. So wäre es zum Beispiel möglich, bei einem akuten Herzinfarkt hohe Konzentrationen von Medikamenten direkt im Herzmuskel freizusetzen. Auch bei anderen Erkrankungen wie Krebs ist eine Anwendung denkbar. Noch testet Bekeredjian die Methode im Tierversuch. Mit dem Preisgeld will der Wissenschaftler die Technik optimieren und in fünf Jahren mit klinischen Studien beginnen.





