„Wir fangen bei uns selber an” – so lautet das Motto des Hamburger Universitätsprofessors Hartwig Spitzer, 69. Sein Ziel: Der Energieverbrauch der Hochschule soll um 10 bis 25 Prozent gesenkt werden.
20,5 Millionen Mark im Jahr sind Hartwig Spitzer zuviel. So hoch sind die jährlichen Kosten für den Wasser- und Energieverbrauch der Universität Hamburg.
Weil die Möglichkeiten für zentrale Energiespar-Maßnahmen weitgehend ausgereizt sind, gründete der Physiker im Dezember 1996 einen interdisziplinären “Runden Tisch Energie”, an dem Professoren, Techniker und Studenten aus den Bereichen Betriebswirtschaft, Chemie, Geowissenschaften, Informatik, Psychologie und Physik teilnehmen, außerdem ein externer Energieberater.
Das erste Ergebnis: Die Fachbereiche Biologie, Chemie, Informatik und Physik verbrauchen für jeweils zwei Millionen Mark Energie – und liegen damit ganz vorne. Mit der Universitätsleitung hat Hartwig Spitzer jetzt abgesprochen, daß bis zum Jahresende in jedem einzelnen Gebäude der Großverbraucher Stromzähler angebracht werden. Geplant ist außerdem, daß die Institute nur noch Energiespar-Geräte anschaffen.
Wenn die Maßnahmen greifen, haben auch die Fachbereiche etwas davon: Die Hälfte des Gesparten wird in ihre eigene Tasche fließen.
Hartwig Spitzer





