Wenn der Knöchel stark verstaucht ist, bewirkt ein Gips bis unterhalb des Knies eine schnellere Heilung als die herkömmliche Behandlung mit einer elastischen Bandage. Das sagen britische Forscher der University of Warwick in Coventry. Die Mediziner um Sally Lamb hatten die Daten von 584 Patienten mit ernsthaften Knöchelverstauchungen ausgewertet. Diejenigen, die zehn Tage lang ein Gipsbein trugen, klagten nach drei Monaten weitaus weniger über Schmerzen und eingeschränkte Gelenkfunktionen. Als zweitbeste Methode erwies sich eine Fußgelenkschiene. Am schlechtesten schnitten Bandagen ab.
Die Studie widerspricht der medizinischen Lehrmeinung, wonach ein verstauchter Knöchel gleich wieder bewegt werden soll. Unumstritten sind die Ergebnisse nicht. Experten geben zu bedenken, dass das völlige Ruhigstellen des Knöchels zu einer Thrombose führen könnte.





