Die Gedanken sind frei, sagt eine alte Redensart. Doch damit könnte es bald vorbei sein. Das US-Unternehmen NeuroSky hat einen elektromagnetischen Sensor entwickelt, mit dem sich Gehirnwellen angeblich auf simple Weise lesen und auswerten lassen. Das Gerät soll aber nicht der Polizei helfen, sondern dazu benutzt werden, Mobiltelefone zu bedienen oder Videospiele zu steuern.
Der Gedankenleser basiert auf einer Elektrode, die auf der Stirn befestigt wird und die elektrischen Ströme im Gehirn erfasst und verstärkt. Ein Mikrochip wertet die Signale mithilfe eines speziellen Algorithmus aus. Der Chip lässt sich per Funk mit elektronischen Geräten verbinden, an die er – je nach den vom Gehirn aufgefangenen Signalen – Steuerbefehle senden kann. Über eine zusätzlich angeschlossene Kamera lassen sich außerdem die Augenbewegungen messen und zur Auswertung mit den Daten der Gehirnströme kombinieren.
NeuroSky hat bereits einen Vertrag mit dem chinesischen Mobiltelefonanbieter Ziyitong Technology abgeschlossen, der die Technik künftig als Equipment für das Spielen auf dem Handy anbieten will. Die Idee: Indem die Elektronik analysiert, was der Spieler vorhat und in welcher Stimmung er sich gerade befindet, kann der Verlauf der Spielhandlung automatisch an sein mentales Befinden angepasst werden. Das soll den Spaß am Spielen fördern und den Anwender so länger an das Videogame fesseln.





