Christian Mann ist Inhaber des Lehrstuhls für Alte Geschichte an der Universität Mannheim und widmet sein neues Buch den verschiedenen Aspekten der Kriegsführung in der Antike. Erschienen ist das Buch im Oldenbourg Verlag in der zwölfbändigen Studienreihe der Enzyklopädie der griechisch-römischen Antike. Diese Reihe richtet sich an Studierende und wissenschaftlich interessierte Laien als Zielgruppe. Diese Ausrichtung spiegelt sich im Aufbau der Bücher wider: Das erste Drittel besteht aus fundierten Überblickstexten zu den einzelnen Themen, im zweiten werden der aktuelle Forschungsstand vorgestellt und kontroverse Meinungen diskutiert. Zusätzlich findet sich letztem Drittel eine Auswahlbibliografie zu den einzelnen Themen.
Die einzelnen Kapitel des Buches folgen einem chronologischen Aufbau und führen vom archaischen Griechenland bis in die Spätantike. So erhält man einen Überblick über die Entwicklung des Heerwesens samt den Wechselwirkungen mit den gesellschaftlichen Veränderungen. Außerdem werden besondere Aspekte wie der Seekrieg, die Bewaffnung oder der Alltag der Soldaten besprochen und gelungen in die übrige Darstellung integriert. Die einzelnen Texte sind flüssig geschrieben, gut verständlich und zeichnen sich durch eine hohe Informationsdichte aus. Auch das Forschungskapitel erfüllt seinen Zweck. Zur ersten Orientierung für Studenten und zum Überblick für interessierte Laien ist das Buch zu empfehlen, auch wenn der Preis im Vergleich zu ähnlichen Büchern sicherlich etwas zu hoch angesetzt ist. Wer mehr zu dem Thema wissen will oder nicht so großen Wert auf die Forschungskontroverse legt, sollte jedoch eher zu einer der vielen anderen Neuerscheinungen zum Thema Krieg und Militär in der Antike greifen.
Rezension: Philipp Hagdorn




