Wissenschaftler der Ohio State University entwickeln eine neue Generation von Mikrowellensensoren. Die Sensoren sind so empfindlich, dass zum Beispiel die Rauhigkeit der Ozeanoberfläche mit ihnen vermessen werden kann – ein wichtiger Indikator für Klimaänderungen. Auch vergrabene Objekte wie Landminen können anhand ihrer Mikrowellenstrahlung von den Sensoren aufgespürt werden.
Das von Joel T. Johnson angeführte Team entwickelt neuartige Computermodelle zur Herstellung und Charakterisierung von sogenannten passiven Mikrowellensensoren. Die neuen Sensoren sollen empfindlich genug sein, um beispielsweise die von der Ozeanoberfläche ausgesandten Mikrowellenstrahlung zu analysieren und damit Informationen über die Bewegung dieser Oberfläche zu liefern. Dies würde wichtige Informationen für die Klimaforschung liefern. Ein Einsatz von derartigen Mikrowellensensoren ist bereits in Nasa Wettersatelliten geplant. Eine andere Einsatzmöglichkeit der neuen Sensoren wird das Aufspüren von vergrabenen Objekten wie Landminen sein. Das Team hofft, schon in wenigen Monaten Feldtests durchführen zu können.
Alle Objekte senden eine für sie charakteristische Mikrowellenstrahlung aus, die allerdings in der Regel sehr schwach und damit nur sehr schwer nachzuweisen ist. Da Mikrowellen allerdings Wolken ungestört durchqueren können, sind sie zur Analyse von Wetterphänomenen besonders geeignet.
Stefan Maier





