Kaiser und Päpste, Künstler und Schriftsteller, Wissenschaftler und Finanziers geben sich ein Stelldichein, wobei erfreulich viele Frauen berücksichtigt werden. Vor- und Nachteile der großen Zahl von Personen liegen auf der Hand: Einerseits wird ein breites Spektrum von Kurzbiographien geboten, die auch Unbekanntere ins Rampenlicht rücken wie Antonio de Nebrija, den „Erfinder des Spanischen“, die Kurtisane Veronica Franco, den Astrologen Nikolaus Kratzer oder die Schauspielerin Isabella Adreini. Andererseits bleiben für die Darstellung von Mehmet II., Cosimo de’ Medici oder Martin Luther bei durchschnittlich zwei Seiten Text nur wenige Pinselstriche, um ein Bild zu malen, das man sich so manches Mal komplexer gewünscht hätte. Immerhin, die Texte sind sehr ansprechend geschrieben und laden dazu ein, sich mit so mancher Persönlichkeit intensiver zu befassen.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




