von JÜRGEN BRATER
Muskeln brauchen wir, um uns zu bewegen, das weiß jeder. Und auch, dass diese Kraftpakete umso leistungsfähiger werden, je mehr man sie beansprucht – Stichwort: Training. Aber dass sie dabei hormonähnliche Botenstoffe absondern, die im Körper vielerlei positive Wirkungen auslösen, ist kaum bekannt. Die Rede ist von den sogenannten Myokinen (von griechisch mys für Muskel und kinos für Bewegung). Sie gehören zu den Zytokinen und damit zu einer Klasse von Peptiden und Proteinen, die der Signalübertragung zwischen Zellen dienen. Als Entdeckerin und Namensgeberin gilt die dänische Sportwissenschaftlerin Bente Klarlund Pedersen von der Universität Kopenhagen, die 2007 beobachtete, dass sich im Organismus von Sportlern mit zunehmender Trainingsintensität Substanzen anreichern, die über das Blut im ganzen Körper verteilt werden. Indem sie fortwährend mit den Organen kommunizieren, tragen sie entscheidend zu deren optimaler Funktion bei. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von „Muscle-Body-Crosstalk“.





