Images sind allerdings nicht statisch, sondern veränderbar. Die Massenmedien spielen dabei eine Schlüsselrolle: Sie vermitteln Images nicht nur, sie kreieren sie auch. Die Medien können aber auch dazu instrumentalisiert werden, Images in einer gewünschten Wiese zu formen. Hier setzen Daniela Münkel und Lu Seegers mit ihrem Sammelband an und liefern in vier Abschnitten eine facettenreiche Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Images und deren Konstruktion durch die Medien in den Bereichen der Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Die Autoren beschreiben das Phänomen der Images in den USA, in Deutschland und in anderen Ländern Europas.
Daniela Münkel zum Beispiel untersucht die öffentliche Wahrnehmung verschiedener Politiker im internationalen Vergleich. Dabei stellt sie das Image von US-Präsident John F. Kennedy, das des britischen Premiers Harold Wilson und des deutschen Kanzlers Willy Brandt vergleichend nebeneinander. Rainer Gries beschäftigt sich in seinem Beitrag „Produktimages und Gesellschaftsgeschichte“ mit den kommerziellen Aspekten von Images. Schließlich existiert eine ganze Wirtschaftsbranche – das Marketing – nur, um Images zu schaffen, zu pflegen oder anzupassen. Mehrere Autoren – etwa die Herausgeberin Lu Seegers oder Simon Wendt – setzen sich mit den Images von Prominenten in der Popkultur auseinander. Weiterhin befasst sich der Sammelband mit stereotypen den Images von Städten. Fallbeispielartig werden hier die Images von Bremen und Schwedt an der Oder erörtert.
Gerade der Umstand, dass Images in so vielen, grundverschiedenen Bereichen eine Rolle spielen, macht die Lektüre des Buches lohnenswert.
Rezension: Jan Müller




