Wald ist eine effektive Waffe gegen den Klimawandel, betonen die Experten, denn mehr Bäume binden mehr Kohlendioxid. Zwischen 2005 und 2010 absorbierten die europäischen Wälder rund 879 Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr. Das entspricht etwa zehn Prozent des Treibhausgasausstoßes in Europa im Jahr 2008.
Der positive Trend für Gesamteuropa spiegelt sich auch in der Gesundung der deutschen Wälder wider. Das geht aus der aktuellen Waldzustandserhebung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hervor. 2010 waren demnach 38 Prozent der Bäume im Schnitt ohne krankhaften Nadel- oder Blattverlust, der maßgeblich durch Umweltverschmutzung verursacht wird. Im Jahr 2009 waren es nur 36 Prozent.
Die Verbesserung sei vor allem auf die Erholung der Buchen zurückzuführen, sagen die Forscher. Bei diesen Laubbäumen, denen eine zentrale Bedeutung in Wäldern zukommt, hat die sogenannte Kronenverlichtung durchschnittlich um 17 Prozent abgenommen. Ein Sorgenkind bleibt allerdings weiterhin ein symbolträchtiger Baum in unseren Wäldern: die deutsche Eiche. Mehr als die Hälfte des Bestandes zeigt deutliche Kronenverlichtungen und der Zustand hat sich im vergangenen Jahr weiter leicht verschlechtert. Die Bäume leidet neben der immer noch zu hohen Belastung durch Schadstoff- und Säureeinträge zurzeit besonders unter starken Fraßschäden verschiedener Schmetterlingsraupen, heißt es in der Waldzustandserhebung.





