Frauen sind in Studien zu Krebs stark unterrepräsentiert. Das besagt eine US-Untersuchung von Medizinern der University of Michigan in Ann Arbor. Das Team um Reshma Jagsi hatte 661 klinische Krebsstudien aus dem Jahr 2006 mit insgesamt mehr als einer Million Teilnehmern analysiert. Dabei kam ans Licht, dass in 75 Prozent der Studien der Anteil von Frauen weit geringer war als derjenige von Männern. Zum Beispiel bei Lungenkrebs: Obwohl 45 Prozent der Diagnosen Frauen betreffen, waren nur 31 Prozent der Teilnehmer von Lungenkrebs-Studien weiblich. Woher dieses Missverhältnis kommt, ist Jagsi unklar. Ein Grund könnte sein, dass Forscher wegen der Strahlenbelastung durchs Röntgen davor zurückschrecken, Frauen im gebärfähigen Alter in ihre Untersuchungen aufzunehmen. Da aber viele Medikamente bei Frauen anders wirken als bei Männern, ist das ein Problem.





